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Der Schwermetallgehalt im Staub von Innenräumen in 52 Gebäuden in Prag ist bekannt!



Wie wir Sie im Juni in den „Aktualitäten“ informierten, sammelte die gemeinnützige Organisation Arnika im Juni den Staub in Gebäuden in Prag (in 26 Haushalten und 26 öffentlichen Gebäuden - Büros, Zahnlabors, Maleratelier u.ä.), um den Schwermetallgehalt zu ermitteln (Blei, Kadmium, Quecksilber, Arsen, Chrom). Diese Schwermetalle gehören zu den Risikostoffen, die ernste Gesundheitsprobleme, u.a. Krebs, Schädigung des zentralen Nervensystems, des Reproduktions- und Hormonsystems, Verdauungs- und Ausscheidungssystems verursachen. Jetzt sind die Ergebnisse bekannt.

Die gemessenen Schwermetallkonzentrationen wurden mit den strengsten Grenzwerten des Gesundheitsministeriums für Schwermetalle auf Kindersandspielplätzen verglichen, weil weder die Tschechische Republik noch die EU eine Legislative für die Anwesenheit von Gefahrstoffen in Räumen haben und sich z. B. Kinder zu Hause ähnlich wie auf dem Sandplatz verhalten (am Boden, Hände in den Mund stecken).

Wir wählen aus den Ergebnissen aus:

  • Die Bleikonzentration im Staub in Behörden und in Büros ist bis zu 10-mal höher als in Haushalten
  • Verschmutzungsquellen sind insbesondere die Innenausstattung der Räume bzw. auch die Baumaterialien oder Farben mit Blei- oder Kadmiumgehalt. Weiter auch die höhere Bewegung von Personen, die ein größeres Staubvolumen verursacht.
  • Ein Anteil der äußeren Verschmutzungsquellen (z. B. Verkehr, Industrie, Verteilungsbedingungen) an der Staubverschmutzung in den Räumen wurde nicht nachgewiesen.

Eine höhere Konzentration als die Grenzwerte der Umweltschutzverordnung für Haushalte wurde bei Blei in 15% und bei Quecksilber in 35% der Fälle ermittelt. In öffentlichen Gebäuden war dies bei Blei in 42%, Quecksilber in 46% und Kadmium in 54% der Fälle. In einigen Fällen wurden Blei und Kadmium sogar mehr als zehnfach überschritten. Die höchsten Kadmiumwerte wurden in Maleratelieren ermittelt (wegen der Benutzung von Pigmenten mit hohem Kadmiumgehalt).

Eine höhere Bleikonzentration kommt am ehesten aus der Innenausstattung - Möbel und Einrichtungen mit höherer Bleimenge (z. B. Bleianstriche, bleigehärtete PVC-Produkte) aber auch aus Baumaterialien, bleihaltigen Farben usw. Auf die Staubmenge hat auch die Tätigkeit in den Räumen Einfluss (höhere Personenbewegung, mehr Staub, mehr Schwermetalle).

Schwermetalle in Räumen können vermieden werden:

  • durch regelmäßiges Wischen des Staubs und der Fußböden mit warmem Wasser
  • durch Rauchverbot in geschlossenen Räumen (Zigarettenrauch enthält z. B. Blei, Kadmium und Hunderte andere gesundheitsschädliche Stoffe)
  • durch Einschränkung des Kochens mit Gas und des Heizens mit festen Brennstoffen
  • durch Entfernen alter, Blei enthaltender Farben und Putze
  • durch konsequentes Ablegen von Arbeitskleidung getrennt von der Hausbekleidung
  • durch Überprüfen der Zusammensetzung von Spielzeug und Wohnzubehör (z. B. ohne PVC)
  • durch Vermeidung des Kaufs von billigem Modeschmuck aus Metall (meist handelt es sich um Legierungen mit Schwermetallgehalt).

Der komplette Bericht steht zur Verfügung auf http://arnika.org/v-prazskych-budovach-jsou-tezke-kovy-na-vine-je-prevazne-vnitrni-vybaveni.


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